Kunststoffe - wertvoller Rohstoff - zu schade für die reine Verbrennung

Die Paul Baldini AG startete im Januar 2012 mit der eigenen Sammlung von gemischten Kunststoffabfällen aus Haushalt, Industrie und Gewerbe. Ein voller Erfolg schon nach kurzer Anlaufzeit. "Nach nur gerade 2 Stunden nach der Verteilung der Sammelsäcke in den Urner Haushalten erhielten wir die ersten positiven Rückmeldungen von interessierten Urnern", bestätigt Ivo Baldini - Initiant dieses Projektes. "Als ob diese Personen nur auf diesen einen Moment gewartet hätten", ergänzt er schon fast etwas euphorisch hinzu.

 

Was im nahen Ausland schon lange besteht, soll nun auch in der Schweiz Realität werden. Die gemischte Sammlung aller Kunststoffe (Ausnahmen: PVC-haltige Kunststoffe, PET-Abfälle, Sagex und Siloballenfolie) soll einfach und unkompliziert organisiert sein. Der eingeführte 110 Liter Sammelsack soll aber kein Ersatz für den Kehrichtsack sein. Der volle Sammelsack muss in einem angeschlossenen Recyclingcenter abgegeben werden. Die dezentrale Logistik ist zur Zeit kostenmässig nicht tragbar.

 

Weitere Infos zum Urner Kunststoffsammelsack finden Sie hier oder auf www.kunststoffsammelsack.ch

 

Nach nur einem Jahr wissen wir nun, dass die Sammlung, Sortierung, Aufbereitung und Verwertung von gemischtem Kunststoffabfall auch in der Schweiz wirtschaftlich tragbar ist. Wir sind da nicht die einzigen Akteure, die sich diesem Thema aktiv gewidmet haben. Auch die AVAG führte im Herbst 2012 ein Pilotversuch der Kunststoffsammlung in der Region Thun ein.


Folgende Punkte sprechen für die Sammlung von Kunststoffabfall

ganze Schweiz
ganze Schweiz

Einsatzgebiete

 

Kunststoff ist im heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Als vielseitig einsetzbarer Werkstoff wird er überall eingesetzt; sei es im Haushalt, im Garten, am Arbeitsplatz oder in der Industrie um nur einige Einsatzgebiete zu benennen. Aus diesem Grund entstehen nach dem Gebrauch auch viele Kunststoffabfälle für die Entsorgung an. 

Kunststoff: wertvoller Rohstoff
Kunststoff: wertvoller Rohstoff

wertvoller Rohstoff

 

Vereinfacht gesagt ist Kunststoff einfach Oel in einer anderen Form. Einmal verbrannt, ist es verloren. Zu schade für einen so wertvollen Rohstoff.

 

Die Wiederverwertung muss angestrebt werden, wenn man eine nachhaltige Umweltpolitik aktiv betreiben will.

 

 

Kunststoff: riesiges Potential
Kunststoff: riesiges Potential

riesiges Potential

 

Es braucht keine grosse Umstellung im Alltag. Herr und Frau Schweizer sind sich gewohnt, Karton - Papier - Elektromaterial - PET - Altglas - Kaffeekapsen - Altkleider - usw. separat zu sammeln.

 

Der wohl grösste Anteil im Kehrichtsack ist aus Kunststoff. Obwohl wir uns als Recyclingweltmeister betiteln, ist uns das nahe Ausland wie Deutschland oder Österreich weit voraus.



Menge ansteigend
Menge ansteigend

Mengen ansteigend

 

Kunststoffe machen laut der letzten Untersuchung des BAFU (2003) rund 15% des Haushaltkehrichts aus. 2010 wurde in der Schweiz ca. 1'000'000 Tonnen oder 125 kg Kunststoff pro Kopf verbraucht - Tendenz steigend!

kritisches Hinterfragen
kritisches Hinterfragen

Konsumentinnen und Konsumenten interessieren sich

 

KonsumentInnen nehmen aus verschiedenen Gründen Kunststoffabfälle stark wahr und hinterfragen die Entsorgung via Kehrichtsack zunehmend.

Kunststoff nachhaltig verwenden
Kunststoff nachhaltig verwenden

Einfach nur nachhaltig

 

Der Nettonutzen, der durch das Recycling und die Verwertung von Kunststoffmaterialien entsteht, ist oft höher als der Nettonutzen der alternativen Materialien. Sogar im Falle formstabiler Verpackungen wie Becher und Flaschen, deren Herstellung erhebliche Emissionen von Treibhausgasen und Energieverbrauch mit sich bringen kann, wird dies durch ihre Eignung für das Recycling mehr als kompensiert. 

 

 



Kunststoff sortieren
Kunststoff sortieren

Sammlung und Sortierung umgesetzt

 

Damit die verschiedenen Kunststoffe gewonnen werden können, muss der anfallende gemischte Wertstoff nach betrieblichen Kriterien getrennt und danach separat aufbereitet werden. Dies benötigt einiges an Know How und Technik, ist aber durchaus realisierbar.

Kunststoff stofflich verwerten sinnvoll
Kunststoff stofflich verwerten sinnvoll

Stoffliche Verwertung möglich

 

Für getrennt aufgearbeitete Kunststoffe gibt es meistens einen Markt oder wird es künftig einen Markt geben, wenn mehr Menge verfügbar ist.

 

Kunststoff kann fast unendlich recycliert werden. Kunststoff bleibt Kunststoff - wie die schon beim anerkannten Wertstoff "Altglas" als Slogan beworben wird.

 

Die Herstellung von Primärkunststoff ist zudem mehr als doppelt soviel Energie benötigt wie die Wiederverwertung von Sekundärkunststoff. In der heutigen Zeit, wo der Begriff "Energiewende" fast täglich in den Medien behandelt wird, nicht mehr wegzudenken.

Kunststoff thermisch verwerten
Kunststoff thermisch verwerten

Thermische Verwertung sinnvoll

 

Getrennte nicht stofflich wiederverwertbare Kunststoffabfälle (ca. 50%) können als Ersatz für fossile Brennstoffe wie Kohle und Öl in der Herstellung von Zement eingesetzt werden.

 



Umweltverschmutzung
Umweltverschmutzung

Kunststoff hat im Meer nichts verloren

 

Bereits heute ist 6 Mal mehr Kunststoff im Meer als das wichtige Plankton. Die Erde erstickt im Plastikmüll. Dies sind nur 2 Aussagen aus dem Film "Kunststoff ist zum wegwerfen zu schade". Den Film finden Sie hier

Kunststoff: Wiederverwertung möglich
Kunststoff: Wiederverwertung möglich

Kunststoffabfall hat bis zum Ende einen Wert

 

Kunststoffverpackungen bewahren ihren Wert sogar nach ihrem Gebrauchsende. Sie können zu neuen Produkten recycelt oder energetisch verwendet werden, um den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu senken und damit die Umwelt zu schützen.

 

Recycling günstiger als Verbrennen
Recycling günstiger als Verbrennen

Recycling günstiger als verbrennen

 

Es ist nicht nur so, dass das Recycling Sinn macht, sondern auch noch günstiger ist als die Verbrennung in einer Kehrichtverbrennungsanlage.



Rohstoff erhalten
Rohstoff erhalten

Rohstoffe erhalten

 

Auch wenn die Ölreserven noch lange ausreichen werden, so sollten wir doch zu den Ressourcen Sorge tragen. Kunststoff kann vielfach recycliert werden und so wird weniger Neu-Kunststoff benötigt

TVA techn. Verordnung über Abfälle
TVA techn. Verordnung über Abfälle

TVA - technische Verordnung über Abfälle

 

Grundlage im Abfallbereich ist vielfach die TVA - technische Verordnung über Abfälle.

 

Daher stammt auch der Leitsatz:

 

Abfälle vermeiden

Abfälle vermindern

Abfälle verwerten

Abfälle verbrennen

Kunststoffverwertung: neue Wege beschreiten
Kunststoffverwertung: neue Wege beschreiten

 

 

 

 

 

 

 

 

einen Schritt in die Zukunft wagen

 

Sind wir wirklich Recyclingweltmeister, wie wir uns gerne geben oder ist die Realität ganz anders. Heute werden bereits viele Wertstoffe separat gesammelt,aber leider nicht alle.

 

Kunststoff ist zwar leicht jedoch voluminös im Kehrichtsack. Die Logistik wie auch die Sortierung muss kritisch hinterfragt aber eine Sammlung nicht a priori verhindert werden.  



Auf www.kunststoffsammelsack.ch finden Sie in unregelmässigen Abständen Neuigkeiten zum Projekt.

Kunststoff ist zum wegwerfen zu schade


Recyclinggedanken gewinnt an Bedeutung

Kunststoffrecycling ist sinnvoll
Wertstoff Kunststoffabfall

"Kunststoffrecycling nimmt zu"; so steht es in der neuen "Consultic-Studie" über "Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland 2011". Kunststoffabfälle werden als Ressource genutzt.

 

Der Studie zufolge liess die positive wirtschaftliche Entwicklung der beiden vergangenen Jahre die Kunststoffabfallmenge und damit auch die Verwertungsmenge deutlich ansteigen. Die zu Abfall gewordenen Kunststoffe wurden 2011 zu 42% werkstofflich, 1% rohstofflich und 56% energetisch verwertet.

Insgesamt betrug die in Deutschland 2011 erzeugte Kunststoffmenge 20,7 Mio. t, in etwa 3,7 Mio. t mehr als im Vergleichsjahr 2009. Für die Herstellung von Kunststoffprodukten wurden in Deutschland 11,9 Mio. t eingesetzt (2009: 10,7 Mio. t). Laut der Studie betrug die Kunststoffabfallmenge 5,45 Mio. t und stieg damit um 10,5% gegenüber dem Jahr 2009 an. Rechnerisch wurden 99% der gesamten Kunststoffabfallmenge verwertet, die Beseitigung spielt demnach keine Rolle mehr.

 

Quelle: http://www.k-zeitung.de/kunststoffrecycling-nimmt-zu/150/1085/56677/ 


Weiterführende Dokumente

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Vom Abfall zum Rohstoff? Die Zukunft des Recyclings
Quelle: http://gdi.ch/Media/Product/Download/2012_D_GKR_ZukunftRecycling.pdf
2012_D_GKR_ZukunftRecycling.pdf
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Download
Das Müll-Monopoly - Handelszeitung 2012
Quelle: http://static.getraenkekarton.ch/Medien_2012/Handelszeitung.pdf
das Müll Monopoly - Handelszeitung.pdf
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