Coop - kein Recycling von Kunstoff

Der Grossverteiler Coop will beim Plastikrecycling nicht mitmachen. Coop setzt auf das Verbrennen des Rohstoffes. Experten und Behörden sehen das aber kritisch.

 

Wie die Migros sammelt auch Coop nebst den PET auch die Plastikflaschen aus PE in denen zuvor Milch war. Dieses Angebot wird aber langfristig nicht ausgebaut. Coop möchte ihre Kräfte vor allem dort einsetzen, wo mit dem Einsatz von Ressourcen der grösste Nutzen für die Umwelt erzielt werden könne. Coop findet das recyceln aller PE-Flaschen grundsätzlich zwar sinnvoll. Allerdings rechtfertigt der ökologische Mehrwert die sehr hohen Kosten der Entsorgungslogistik nicht.

 

Der Geschäftsführer des Zweckverbandes Zug, Hans Schwarzenbach kritisiert die Haltung von Coop. Wertsorffe wie Plastik zu recyceln, ist sinnvoller, als sie zu verbrennen. Die Zeba wurde mit dem Ziel gegründet, möglichst wenig Abfall zu verbrennen, dafür möglichst viel Abfallwertstoffe wiederzuverwerten.

Die Zeba beliefert zudem die Firma Innorecyling, wo aus dem gesammelten Plastik neue Rohstoffe für die Industrie entstehen. Inno Recycling bekommt Plastik von grossen Gemeinden, sowie auch von zahlreichen Zentralschweizer Firmen geliefert. (z.B. Baldini in Altdorf, Heggli in Kriens und Recycling Center n Alpnach.) Alle sammeln gemischtes Plastik.

 

Für Markus Tonner von Innorecycling ist die Haltung von Coop unverständlich. Plastik aus Polyethylen bietet dieselben Vorteile zum Recyceln, wie wir sie von PET-Flaschen kennen. Deshalb ist PE ein wertvoller Rohstoff. Tonner kritisiert aber auch, dass wir in der Schweiz zu wenig automatische Sortieranlagen haben und das Recycling rentabel zu machen. Möglicherweise ist dies ein Grund warum die Mirgros Luzern ihre gesammelten Plastikflaschen über den Zwischenhändler Conplast ins Ausland verkauft. Dies ist aber alles andere als Nachhaltig.

 

Das Recycling in der Region macht deshalb mehr Sinn!